Die Systemische Therapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes, modernes und sehr wirksames psychotherapeutisches Verfahren. Sie ist eines der vier sozialrechtlich anerkannten Richtlinienverfahren zur Behandlung von psychischen Störungen in Deutschland.
Besonders hilfreich ist ihr Blick auf das gesamte Umfeld des Kindes oder der/des Jugendlichen: Denn Veränderungen gelingen oft leichter, wenn Familie, Schule und andere wichtige Beziehungen mit einbezogen werden.
In der systemischen Therapie steht das Kind oder die/der Jugendliche als Teil ihrer/seiner Lebenswelt im Mittelpunkt. Neben den Einzelgesprächen kann das auch bedeuten, dass Eltern, Geschwister oder andere wichtige Bezugspersonen in die Therapie einbezogen werden – je nachdem, was hilfreich ist. Manchmal geschieht dieser Einbezug ganz praktisch in gemeinsamen Sitzungen, manchmal eher „im Hintergrund“, indem Beziehungen, Kommunikationsmuster und Ressourcen mitgedacht und in die therapeutische Arbeit integriert werden. So entsteht ein umfassendes Verständnis der Situation und es eröffnen sich neue Wege zu Entlastung, Verständnis und Veränderung.
Systemische Therapie kann bei einer Vielzahl psychischer Störungsbilder angewendet werden – zum Beispiel Ängste, Zwänge, depressive Verstimmungen, Schulschwierigkeiten, Essstörungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Belastungen nach schwierigen Erlebnissen.
Jede Therapie wird individuell auf die Bedürfnisse und Lebensumstände des Kindes oder Jugendlichen abgestimmt. Im Mittelpunkt steht: Stärken sichtbar zu machen, neue Perspektiven zu entwickeln und Lösungen zu finden, die im Alltag tragfähig sind – gemeinsam und auf Augenhöhe.
In der Therapie geht es darum, …
- zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu schöpfen,
- Muster in Beziehungen zu erkennen,
- eigene Stärken und Ressourcen (wieder) zu entdecken,
- gemeinsam neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln…
So entstehen Perspektiven, die nach vorne gerichtet sind und Veränderungen Schritt für Schritt ermöglichen.
